Magazin & Factsheet

Erkenntnisse aus einem anspruchsvollen Börsenjahr

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Anspruchsvolles Börsenjahr

Das vergangene Jahr war ein anspruchsvolles Börsenjahr und von zahlreichen Ereignissen geprägt. Nach dem Regierungswechsel in Deutschland zu Beginn des Jahres hat Donald Trump mit seinen Handelszöllen für weltweite Verunsicherung gesorgt. Die ohnehin schon angeschlagene Wirtschaft wurde dadurch insbesondere in Deutschland und Europa zusätzlich verunsichert. Unternehmen zögerten, Investitionen im Inland zu tätigen, was das Wachstum zusätzlich beeinträchtigte.

Starker Jahresauftakt und Rückenwind für Nebenwerte

Dennoch zeigten sich die Renditen in der ersten Jahreshälfte durchaus robust. Der Alpha Star Aktienfonds verzeichnete in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 eine positive Entwicklung und schloss bis dahin alle Monate in Folge mit grünen Vorzeichen ab. Tatsächlich deutete alles darauf hin, dass die seit über drei Jahren anhaltende Schwäche bei Nebenwerten ein Ende haben könnte. Zur Jahresmitte betrug die Rendite des Alpha Star Europa seit Jahresbeginn über 15 %, während die Rendite des Alpha Star Aktien nahezu 20 % erreichte.

Ab August kam es jedoch zu einem unerwarteten Ende dieser Entwicklungen, trotz der Tatsache, dass die Unternehmen in den Alpha Star Fonds nur untergeordnet von der konjunkturellen Schwäche betroffen waren. Unsere Unternehmen mit monopolartigen Stellungen zeigten sich von den schwachen Rahmenbedingungen weit-gehend unbeeindruckt und erzielten gute Zahlen.

US-Technologie, KI und steigende Bewertungsrisiken

Der Gegenwind kam aus einer anderen Richtung. Die Entwicklung der Indizes in den USA war in den vergangenen Jahren außerordentlich positiv. Ein wesentlicher Faktor ist die Tatsache, dass einige große Unternehmen in hohem Maße von der neuen Entwicklung der Künstlichen Intelligenz profitieren. Dies hatte mehrere Konsequenzen. US-Indizes sind zum einen aufgrund der guten Renditen vergleichsweise hoch bewertet. Das machte Aktien anfälliger für Rücksetzer. Zum anderen sind die Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf verschiedene Geschäftsmodelle gestiegen.

Eine der Befürchtungen ist, dass Software-Unternehmen zu den Verlierern zählen könnten, da KI die Erstellung von Software schneller und effizienter ermöglicht. Für Wettbewerber könnte es daher leichter sein, in den Markt einzutreten, indem sie Wettbewerbsprodukte herausbringen. Selbst die Aktienkurse von großen Softwarehäusern wie SAP sehen sich im Zuge dessen seit einem halben Jahr mit Herausforderungen konfrontiert. Auch die Kurse von Software-unternehmen in den Alpha Star Fonds waren von diesen Befürchtungen betroffen.

Digitale Marktplätze unter besonderer Beobachtung

Die Reaktionen auf die neuen Befürchtungen waren besonders deutlich bei digitalen Marktplätzen zu spüren. Diese Unternehmen verfügen in der Regel über eine starke Marktposition und generieren somit hohe Gewinne und Cashflows. Vor allem der Alpha Star Europa ist stark in diesem Bereich positioniert, etwa mit Marktplätzen in Norwegen, dem Baltikum und der Schweiz. Der Effekt auf den Alpha Star Europa war daher größer als beim Alpha Star Aktien.

Es besteht die Befürchtung, dass derartige Marktplätze durch KI obsolet werden könnten. Wir sehen weder bei hoch spezialisierten Software-Unternehmen noch beim digitalen Marktplatz ein derart hohes Risiko. Die Markt-Bekanntheit der Plattformen ist enorm, sodass bis zu 90 % aller Besucher direkt auf die Platt-formen gehen und nicht über Suchmaschinen oder KI-Tools auf die Seiten kommen. Des Weiteren schalten Verkäufer von Immobilien oder Makler Inserate direkt auf den Plattformen. Dadurch werden die einzigartigen Inhalte ausschließlich dort zur Verfügung gestellt.

Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass sowohl Software-Unternehmen als auch digitale Marktplätze auch in den kommenden Jahren weiterhin solide Kennzahlen liefern werden. Aus diesem Grund haben wir die Schwäche der Aktien zum Teil genutzt, um Positionen aufzubauen oder aufzustocken. Im Alpha Star Europa haben wir darüber hinaus die Gesamtgewichtung im Bereich der digitalen Marktplätze reduziert und uns auf diejenigen Unternehmen fokussiert, bei denen wir das KI-Risiko am niedrigsten einschätzen, für den Fall, dass sich unsere Einschätzung doch als falsch herausstellen sollte.

Ein durchschnittliches Ergebnis trotz hoher Erwartungen

In Anbetracht der beschriebenen Entwicklungen wurden große Teile der im ersten Halbjahr 2025 erzielten Gewinne wieder abgegeben. Zunächst deutete alles darauf hin, dass das Jahr 2025 wieder zu den überdurchschnittlichen Jahren zählen würde. Mit einer Rendite von 9 % im Alpha Star Aktienfonds ist es jedoch nur zu einem durchschnittlichen Jahr geworden. Der Alpha Star Europa schloss mit 4 % aufgrund der Schwäche der digitalen Marktplätze zum Jahresende noch etwas niedriger ab. Nichtsdestotrotz ist festzustellen, dass der Alpha Star Europa auch im dritten Jahr seit Auflage eine positive Rendite verzeichnet.

Die Renditebremse lösen

Trotz der Tatsache, dass wir im Jahr 2025 sicherlich positive Argumente vorbringen können, insbesondere in Bezug auf die inhaltliche Qualität unserer Titel, sind wir mit der Entwicklung nicht zufrieden. Die Entwicklung der letzten Jahre ist insgesamt hinter den vorhandenen Möglichkeiten zurückgeblieben. Um dieses Problem zu lösen, haben wir in den vergangenen Monaten intensive Überlegungen unternommen und eine umfassende Analyse durchgeführt. Im Rahmen unserer Analyse haben wir einige Stellschrauben identifiziert, die wir betätigen können, um das Renditepotenzial zu erhöhen, ohne dabei die inhaltliche Qualität zu beeinträchtigen. Die Erkenntnisse unserer Überlegungen haben wir in der aktuellen Kolumne „Die Renditebremse lösen“ zusammengefasst. Wir sind überzeugt, dass die Alpha Star Fonds so zur Renditestärke früherer Jahre zurückkehren können.

Das gesamte Alpha Star Team wünscht Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2026.

 

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