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Gegenwind bei Software – operative Entwicklung intakt

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Factsheet März

Der Februar ist für unsere Fonds unbefriedigend verlaufen. Wir haben im Monatsverlauf deutlich hinter den relevanten Indizes gelegen. Die Hauptursache war kein Bruch in der operativen Entwicklung unserer Portfoliounternehmen. Ganz im Gegenteil, die Zahlen für 2025 und die Ausblicke für 2026 zeigen eine unverändert positive Dynamik.

Für die Kursrückgänge ursächlich war ein stimmungs- und bewertungsgetriebener Druck auf Softwareaktien. Die aktuell wieder stärker diskutierten KI-Risiken (z.B. Disruption von Preismodellen, Margendruck, schnellere Produktzyklen) haben in kurzer Zeit zu einer höheren Risikoaversion gegenüber der gesamten Kategorie geführt. Selbst die großen amerikanischen Softwareunternehmen gerieten massiv unter Druck. Da wir aus Überzeugung ein überdurchschnittliches Software-Exposure halten, hat uns diese Bewegung überproportional getroffen.

Warum halten wir diese Software-Positionierung trotzdem?
Viele Softwareunternehmen haben herausragende Eigenschaften. Wiederkehrende Umsätze, strukturelles Wachstum, starke Marktpositionen und skalierbare Kostenstrukturen sind nur einige Beispiele dafür. Operativ sehen wir in den bisherigen Berichten und im laufenden Jahr bislang überwiegend stabile Nachfrage und gute Ergebnisqualität. Kurzfristig kann der Markt solche Qualitäten ignorieren – langfristig sehen wir das unproblematisch.

KI wird vieles in der Softwarelandschaft verändern. Daran gibt es keinen Zweifel. Nicht negativ betroffen werden jedoch Softwareunternehmen sein, die mit ihren Systemen zum einen stark in den Prozessen und Systemen ihrer Kunden verankert sind. Das ist bei unseren Softwareunternehmen gegeben.

Was heißt das für das Portfolio?
Wir reagieren nicht hektisch auf einen derartigen Stimmungsumschwung. Dennoch sind wir in einer solchen Phase nicht passiv:

  • Wir prüfen Positionsgrößen und Klumpenrisiken innerhalb der Software-Beteiligungen. Bereits in den letzten Monaten haben wir im Alpha Star Aktienfonds mit Fabasoft und Teamviewer zwei Unternehmen veräußert, wo wir Angriffsfläche für KI sehen. Auch im Europafonds haben wir bereits im Herbst mit der Veräußerung von Grupa Pracuj und Hemnet reagiert. Hinzugenommen haben wir stattdessen Rational und Fielmann im Aktienfonds und Wise im Europafonds. Alle drei sind keinem KI-Risiko ausgesetzt.
  • Wir nutzen zudem die erhöhte Volatilität, um Qualität zu attraktiveren Bewertungen selektiv aufzustocken. Die derzeitige Übertreibung am Markt eröffnet langfristige Chancen.
  • Nicht zuletzt bleiben wir konsequent bei unserem Ansatz: hohe Qualität, nachvollziehbares Cashflow-Wachstum und robuste Wettbewerbspositionen sind die Basis für langfristige Überrenditen.

Einordnung gegenüber den Indizes
Unser Anspruch ist nicht, jeden Monat nahe an der Entwicklung der Indizes zu liegen, sondern über Zeiträume hinweg Mehrwert zu liefern – mit einem Portfolio, dessen Fundament wir verstehen und das wir bewusst steuern. Dass wir im Februar deutlich hinter den Indizes lagen, ist Ausdruck dieser aktiven Portfoliostrategie.

Wir berichten in den nächsten Updates, wie sich die operative Evidenz in den Quartalszahlen weiter verdichtet und welche Anpassungen wir daraus ableiten. Die operative Stärke unserer Unternehmen verdeutlicht sich auch an den operativen Kennzahlen, die wir an dieser Stelle einmal mehr einfügen:

DAX SDAX Alpha Star Aktien Alpha Star Europa
Umsatzwachstum (5 Jahre) 5,4% 6,9% 10,3% 11,4%
Gewinnwachstum (5 Jahre) 7,8% 7,9% 14,1% 17,0%
Kapitalrendite (ROIC) 7,3% 5,6% 14,6% 19,9%
Free-Cashflow-Marge 12,7% 7,9% 15,6% 22,3%
Eigenkapitalquote 40,0% 43,3% 55,0% 59,8%

Quelle: Alpha Star, QuickFS, die Kennzahlen sind Durchschnittswerte aller enthaltenen Unternehmen auf Basis des zuletzt verfügbaren Jahresabschlusses, Umsatz- und Gewinnwachstum sind Medianwerte, Finanztitel aus DAX und SDAX sind aus dem Vergleich herausgenommen

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